Weitere Ausflugsziele Vent

Seit Urzeiten gut besucht

Vent hat viele schöne Platzln, an denen sich bereits die Steinzeitmenschen wohlgefühlt haben. Spuren ihres Daseins können heute noch in der Nähe des Bergsteigerdorfes besichtigt werden. Von der schönen barocken Pfarrkirche im Ort aus lassen sich alle weiteren Ausflugsziele leicht erwandern – außer die Fundstelle der berühmten Gletschermumie „Ötzi“, die richtig viel Kondition und hochalpine Erfahrung erfordert.

Hohler Stein

Einmal zurückversetzen in die Steinzeit, bitte: Unter diesem großen überhängende Felsblock fällt es leicht, in die Lebenswelt der Jäger und Hirten zwischen dem 8. und 4. Jahrtausend v. Chr. einzutauchen. Auf 2.050 m bildet er einen geschützten Platz, den die vorgeschichtlichen Menschen im Sommer immer wieder benutzten, um Feuerstellen zu errichten, Jagdbeute zu verwerten, Werkzeuge und Waffen herzustellen. Aus kostbarem Feuerstein aus der nördlichen Gardaseeregion wurden Klingen, Pfeilspitzen, Kratzer und Bohrer gefertigt. Gut möglich, dass auch „Ötzi“ diesen Unterschlupf kannte – seine Fundstelle liegt nur ca. 12 km entfernt. Der Hohle Stein ist nach ca. 20 min Gehzeit am Weg von Vent zur Martin-Busch-Hütte zu finden ist (markierte Abzweigung beachten).

Hohler Stein Vent Sommer Ötztal
Rofenhöfe Hängebrücke Vent Sommer Landschaft

Rofenhöfe und Hängebrücke (2.014 m)

2 km oberhalb von Vent trotzen die höchstgelegenen, dauerhaft bewirtschafteten Bergbauernhöfe Österreichs den harten Bedingungen. Ihre idyllische Lage, der traditionelle Gasthof und die berühmte Haflingerzucht machen die Rofenhöfe zu einem beliebten Ausflugsziel, das gemütlich zu Fuß erreichbar ist. Schon im 13. Jhdt. sollen sich Schafhirten an diesem Ort niedergelassen haben, der eng mit der Geschichte der bis heute ansässigen Familie Klotz verbunden ist. Einem gewissen Leander Klotz gelang 1848 die Erstbesteigung der Wildspitze. Gletscherpfarrer Franz Senn bildete ihn und seinen Bruder Nikodemus zu Bergführern aus. Auch die erste Hängeseilbrücke wurde 1967 von Klotz-Brüdern erbaut. Früher musste Bewohner und Besucher über in die Schlucht hinabklettern und einen Steg queren. 1984 erneuerte das Land Tirol die 46 m lange Brücke, die sich in 31 m Höhe über die Rofnerache spannt.

Urzeitliches Jägerlager

Es ist ein strategisch klug gewähltes Plätzchen, an dem sich unsere jagdlüsternen Vorfahren ein Freilandlager eingerichtet haben: auf einer 1.950 m hoch gelegenen Geländeterrasse am Zusammenfluss des Nieder- und Rofentales. Diese bildeten wahrscheinlich die natürlichen Grenzen eines ausgedehnten Jagdreviers, das hinauf bis an den Alpenhauptkamm reichte. Somit war die Stelle ideal für den Aufbruch größerer Jagdgemeinschaften. Archäologische Ausgrabungen ergaben, dass die früheste Nutzung dieser Jägerstation auf die Zeit um 7.600 v. Chr. zurückgeht. Damit ist auch die erste Begehung des Rofentals durch den Menschen belegt.

Urzeitliches Jägerlager Vent Sommer Ötztal
Ötzi Fundstelle Hauslabjoch Vent Ötztal

Ötzi-Fundstelle

Am 19. September 1991 stolperte ein deutsches Ehepaar im Eis des Similaungletschers am Hauslabjoch über eine mumifizierte Leiche. Fortan „Ötzi“ oder auch „Der Mann im Eis“ genannt, sollte der Sensationsfund die Forscher noch lange beschäftigen. Analysen zufolge hat er rund 5.300 einsame Jahre in der vergletscherten Grenzregion zwischen Italien und Österreich gelegen und beweist damit, dass Jäger, Hirten und Händler bereits seit Urzeiten über die Jöcher des Alpenhauptkammes gezogen sind. Die Fundstelle auf 3.210 Metern ist für erfahrene Bergsteiger über die Similaunhütte erreichbar. Eine große Steinpyramide und Infotafeln markieren den Ort, der zusätzlich mit schönen Blicken auf den Similaun, in das Tisental und zum Vernagtstausee im Schnalstal punktet.

Jakobuskirche

Mehr als 500 Jahre umfasst die Biografie dieses Gotteshauses, das am Ortseingang von Vent die Ankommenden begrüßt. Bereits im Jahr 1502 wurde an dieser Stelle eine Kirche mit Friedhof eingeweiht. 1862 wurde die jetzige Kirche im barocken Stil dem Hl. Jakobus dem Älteren geweiht und Vent wurde zur Pfarrei erhoben. Der Hochaltar soll aus der ehemaligen Kirche in Karthaus im Schnalstal stammen. Volksalter und Ambo wurden 1999 erneuert. Sehenswert sind außerdem der Marienaltar und die Marienfigur des Tiroler Künstlers Andreas Kölle.

Jakobuskirche Vent Sommer Ötztal
Altes Kreuz Wildspitze Vent Ötztal

Altes Kreuz der Wildspitze

Ein schönes Entgegenkommen für alle, die nicht (mehr) selbst auf Nordtirols höchsten Berg steigen können: Das legendäre Kreuz der Wildspitze hat am Weg von Vent zu den Rofenhöfen eine neue Bleibe gefunden. Mit Blickkontakt zum ursprünglichen Standort, macht es jetzt „hier unten“ Wanderern aller Generationen die Magie eines Gipfelsiegs greifbar. Aufgestellt im Jahre 1933 durch reine Muskelkraft von Ötztaler Bergführern und Gastwirten, thronte es bis zu seiner Ablöse im August 2010 auf dem Gipfel. Auch heute steht es an einem bedeutsamen Ort: Vor der tatsächlichen Erstbesteigung der Wildspitze durch Leander Klotz und Gefährten von Rofen wurde von hier aus im Jahr 1847 der Schlaginweit’sche Besteigungsversuch unternommen. Tipp: Das Kreuz liegt auf dem B–ART–EB’NE Kunstweg!

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