Ötztaler Runde

Anreise

  • Mit der Bahn bis Ötztal-Bahnhof, von hier Busverbindung nach Obergurgl bzw. Vent.
  • Mit dem Auto durch das Inntal zur Autobahn-Ausfahrt Ötztal/Haiming und durch das Ötztal nach Obergurgl, Parkmöglichkeit bei der Talstation der Festkoglbahn.

Beste Zeit

Mitte März bis Anfang Mai

Anspruch

Großzügige Skitourenrunde über teils ausgedehnte Gletscher mit einigen exponierten Stellen bei den Gipfelanstiegen sowie am Schalfkogel- und Mitterkarjoch. Nur bei zuverlässigem Wetter und sicheren Lawinenverhältnissen.

Hütten

  • Langtalereckhütte (2436 m, Sektion Karlsruhe/DAV), im Winter bewirtschaftet von Mitte Februar bis Mitte Mai
    www.alpenverein-karlsruhe.de
  • Martin-Busch-Hütte (2501 m, Sektion Berlin/DAV), im Winter bewirtschaftet von Mitte März bis Mitte Mai
    www.hotel-vent.com
  • Hochjoch-Hospiz (2412 m, Sektion Berlin/DAV), im Winter bewirtschaftet von Mitte März bis Mitte Mai
    www.dav-berlin.de
  • Vernagthütte (2755 m, Sektion Würzburg/DAV), im Winter bewirtschaftet von Anfang März bis Mitte Mai
    www.dav-wuerzburg.de

Ötztaler Runde

Rotmoostal

Etappe 1:
Obergurgl (1910 m) – Anstieg entlang der Piste, an der Bergstation der Steinmannbahn vorbei ins Rotmoostal und zur Schönwieshütte – auf gewalztem Weg mit Höhenverlust (Achtung: keinesfalls dem Sommerweg folgen, der quert lawinengefährdete Hänge!) zur Langtalereckhütte (2436 m)

Aufstieg 650 Hm, 2.30 Std.

 

Schalfkogel

Etappe 2:
Abfahrt in den Talboden zur Gurgler Ache und durch die Schlucht auf den Gurgler Ferner – über die sanften Gletscherhänge aufwärts und auf einer Art Rampe über eine Steilstufe zum Kleinleitenferner – über den Gletscher unter das Schalfkogeljoch und rechts haltend erst mit Ski, die letzten Meter zu Fuß auf den Schalfkogel (3540 m) – Abfahrt ins Schalfkogeljoch – kurzer, steiler Abstieg zu Fuß auf den Nördl. Schalfferner – Abfahrt über den Gletscher und am Ende links über südseitige Hänge auf den Schalfferner – über die schönen Hänge, dann flach durch den Talboden hinaus ins Tal der Niedertaler Ache – Gegenanstieg zur Martin-Busch-Hütte (2501 m)

Aufstieg 1500 Hm, Abfahrt 1300 Hm, 7–8 Std.

 

Saykogel

Etappe 3:
Kurz Richtung Similaunhütte, dann rechts über die Hänge aufwärts und in den Kessel unter dem Saykogel – über den Südrücken zum Skidepot und die letzten Meter zu Fuß auf den Saykogel (3360 m) – Abfahrt über sanfte Gletscherhänge Richtung Nordwesten, dann über breite Genusshänge in den Talboden – flach hinaus, auf 2470 Meter Höhe links haltend ins Tal des Hintereisferners – über eine Brücke und Gegenanstieg zum Hochjoch-Hospiz (2412 m)

Aufstieg 1000 Hm, Abfahrt 1070 Hm, 4.30–5 Std.

 

Vernagthütte

Etappe 4:
Über südseitige, morgens häufig recht harte Hänge aufwärts (Harscheisen angenehm), dann Richtung Nordwest zu einem Regenmesser und mit Höhenverlust über die ehemalige Seitenmoräne des Kesselwandferners in einen Boden unter einem Felsabbruch – Richtung Nordwest über schöne Hänge auf den flachen Kesselwandferner und über diesen Richtung Nord ins Obere Guslarjoch – über einen kurzen Steilhang auf den Fluchtkogel (3500 m) – Abfahrt ins Obere Guslarjoch und weiter über den Guslarferner zur Vernagthütte (2755 m)

Aufstieg 1130 Hm, Abfahrt 780 Hm, 4.30–5 Std.

 

Skitour

Etappe 5:
Aufstieg über die markante Seitenmoräne, dann Querung mit Höhenverlust ins Gletschervorfeld des Vernagtferners – über diesen und den Kleinen Vernagtferner ins Brochkogeljoch (die letzten Meter sehr steil, evtl. besser zu Fuß) – auf dem Taschachferner nordseitig flach um den Hint. Brochkogel herum, dann über einen kurzen Aufschwung in das Becken unter der Wildspitze und zum Fuß des Südwestgrates der Wildspitze – zu Fuß über den Rücken (am Schluss kurze, aber leichte Kletterstelle) auf die Wildspitze (3768 m) – über den Grat auf den Nordgipfel – steile Abfahrt entlang des Nordwestgrates auf einen Absatz (Alternativ Abstieg zu Fuß oder kurzer Anstieg vom Gletscherbecken unter der Wildspitze) – kurze Abfahrt Richtung Nord, dann Querung (Achtung auf Randkluft) unter die Nordwand der Wildspitze und kurzer Gegenanstieg – südl. eines Felshöckers (P.3552) steile Einfahrt zum Rofenkarferner und schöne Abfahrt ans südöstliche Ende des Gletschers – an der Gletscherzunge vorbei und von der östl. Seitenmoräne Abfahrt ins Rofenkar – auf 2600 Meter Höhe Querung nach links zu den Pisten des Venter Skigebietes Stablein und auf der beschneiten Talabfahrt nach Vent (1896 m)

Aufstieg 1175 Hm, Abfahrt 2025 Hm, 7–8 Std.

© Stefan Herbke